Nordlichter 2022

Ein Reisebericht von: Sabine

Freitag, 11.03.
Winter im hohen Norden mit der AIDA sol, endlich geht es los.

11.11 Uhr Treffpunkt am Bahnhof in Schweinfurt. Meine 12 Mitfahrer sind schon alle da. Trotz Zugausfall bzw. Verspätung können wir  unsere Fahrt nach Hamburg entspannt antreten.

In Hamburg angekommen checken wir im InterCityHotel in Altona ein und gehen erst einmal zum Schnelltest. Die 2. Hürde ist somit genommen ... alle sind negativ.

Wir werden von AIDAsol kontaktiert, dass unser Schiff erst 3 h später anlegen wird. Wir haben somit bis zum nächsten Tag 14.30 Uhr Zeit.

Der Himmel ist blau und wir schlendern zur Elbe, genießen den Sonnenuntergang und gönnen uns eine ganz leckere Fischsemmel to go.

In der Hotellobby plündern wir den Getränkekühlschrank und empfangen noch weitere Reiseteilnehmer mit einem kühlen Blonden.

 

Samstag, 12.03.
Hamburg

Die Sonne strahlt vom Himmel herab und wir bummeln zu zehnt durch St. Pauli. Die Krokusse blühen und Urlaubsvorfreude kommt langsam auf. Mit unserem Hamburger Bekannten Rajan fahre ich der sol entgegen. Wir dürfen von der Terrasse des Louis C. Jacob Hotel das Einlaufen der AIDAsol filmen. Mega! Mit 3 h Verspätung legt die AIDAsol in Hamburg Altona an. Mit dem Auto machen wir noch einen Abstecher zur AIDAcosma nach Steinwerder. Beim Eier-Carl am Eingang des Hafen Altona essen wir noch frische Matjes und gönnen uns einen Eierlikör. Sylvia gesellt sich zu uns und um 15.00 Uhr entern wir die AIDAsol.

Zuerst findet im Hafenterminal ein PCR Test für alle statt. Danach müssen wir auf unserer Kabine 90 min warten bis unsere Gruppe grünes Licht bekommt. 1. 000 Steine fallen mir vom Herzen ... Es scheint so, dass alle 38 Reiseteilnehmer unserer Gruppe mit reisen dürfen.

Am Abend genießen wir ein super leckeres 3 Gänge Menü im East Restaurant. Endlich wieder Livemusik im Theater. Die AIDA-Stars geben ihre besten Songs zum Besten. Im Anschluss feiern wir noch ab in der AIDA Bar. Hurra, Norwegen wir kommen!

Kurz nach Mitternacht das erste Highlight der Tour, die AIDAcosma legt in Steinwerder ab und fährt voll beleuchtet an unserer sol vorbei. Unterm Sternenhimmel jubeln die Gäste von hüben nach drüben. Typhon geht leider nicht um diese Uhrzeit, aber die Stimmung von der Anytime Bar am Heck ist großartig. Nach der Cosma laufen auch wir aus, die Elbe entlang Richtung Norwegen ... was für ein emotionaler Auftakt.

 

Sonntag, 13.03.
Seetag

Erst einmal akklimatisieren ... wir waren ja schon so lange nicht mehr auf einer AIDA. Für 15,00 Euro gönnen wir uns 4 h Sauna. Den 1. Aufguss um 8.30 Uhr haben wir zwar schon versäumt, aber was soll's, wir haben ja schließlich Urlaub! Um 10.00 Uhr folgt ein Wohlfühlaufguss, also Duft drauf und fertig, und um 11.00 Uhr ist wieder Aufguss. Naja, nicht so wirklich durchdacht, aber Hauptsache Sauna! Um 14.30 Uhr treffen wir unsere Gruppe. Viele kennen sich untereinander und freuen sich auf eine Reise mit Gruppe, Spaß, Sonne und Polarlichtern. Am Abend gibt es noch ein tolles Wohnzimmerkonzert und wir haben jede Menge Spaß und grooven mit. Showensemble meets Band, echt der Knaller.

 

Montag, 14.03.
8.00 - 16.30 Uhr
Haugesund

Zum Sonnenaufgang um 7.00 Uhr erreichen wir Haugesund, und legen im Containerhafen an.
Die Hälfte der Gruppe fährt mit der Bimmelbahn durch den Ort nach Haraldshaugen. Dort wurde 1872 ein Denkmal gesetzt und ”Nordvegen”, das heutige Norwegen, gegründet.

Mit den restlichen 20 Mitreisenden erwandern wir uns den Ort. Am Hafenterminal befindet sich ein toller Souvenirladen, hier sollte man sich einen Stadtplan holen, dann kann es losgehen. Der 1. Fotostopp kommt nach 10 min. Man sollte unbedingt die Sundgata entlang schlendern, und nicht wie auf dem Plan angegeben die Straße entlang über die Brücke. Hier sieht man zuerst auf der anderen Seite die Our Saviour's Church, auf einem kleinen Hügel auf der anderen Flussseite gelegen. Wenn man über die Risoybrücke geht hat man eine tolle Aussicht nach links und rechts. Nach der Brücke lohnt ein Abstecher nach rechts. Unten am Flussufer steht eine Marilyn Monroe Statue, ganz witzig. Der Platz vor dem Rathaus, der City Hall, ist ganz nett, mit einigen Skulpturen. Das Rathaus ist rosa gestrichen.

In der Markthalle, ähnlich unserer Stadtgalerie, die neben dem Theater ist, befinden sich saubere Toiletten im 4. Stock. Also erst Boxenstopp bevor man sich Richtung Kirche begibt. Von der Our Saviour's Church wiederum hat man eine tolle Aussicht auf die AIDA. In einer Hauswand neben der Kirche ist Donald Duck mit Goldmünzen aufgemalt. Ab und zu gibt es witzige Wandmalereien. Wir bummeln die Skaregata entlang bis zum Citypark. Dort machen wir gleich einen Rechtsschwenk zum Havnaberg Viewpoint. Hier steht die Statue von Harald, dem 1. König von Norwegen. Wer nicht zu gut zu Fuß ist, könnte hier umdrehen und durch die Haraldsgata, Norwegens längste Fußgängerzone, zurück. Wir gehen weiter Richtung Haraldshaugen am  Asalvikvegen. Hier befindet sich ein toller Wanderweg mit kleinem Badestrand!

Man könnte weiter am Wasser entlang, oder oben rum über einen Campingplatz wo wir Krosshaugen erreichen. Ein Hügel mit Kreuz mit Blick auf die Säulengalerie von Haraldshaugen. Weit und breit gibt es hier übrigens keinen Imbiss! Also besser Wasser mitnehmen.

An der Straße Haraldstunet oder Haugaleite haben wir einen wunderschönen Garten gefunden. Eine Wiese voller blühender Krokusse und Schneeglöckchen und Märzenbecher, ein Traum. Links und rechts tolle Häuschen und auch die Skare Church  lohnt einen Fotostopp. Bevor man wieder in die Haraldsgata einbiegt lohnt noch ein kurzer Weg auf die Mitte der Brücke, die auf die Halbinsel führt. Von hier aus sieht man toll auf die Stadt, das Schiff, und die Waterfrontpromenade.

18.847 Schritte zeigt der Schrittzähler an. Heute waren wir tüchtig. Da haben wir uns einen Burger an Bord verdient. Wir erfreuen uns am Comedian, am Alpenglühn, oder wie ich, in der Sauna über den gelungenen 1. Tag in Norwegen.

 

Dienstag, 15.03.
Seetag

Früh 4 hSauna, heute schon deutlich voller. Sonnenaufgang vom feinsten. Tagsüber Kaiserwetter und auch abends. Glasklarer Himmel. Polarlichter wir kommen. Bis 23.30 Uhr beobachten wir aus verschiedenen Positionen ob sich was am Himmel tut. Dann wird es allmählich frisch. Meine Devise ... solange wir angezogen mit Kamera an Deck stehen passiert nix. Das ist so wahr!

 

Mittwoch, 16.03.

30 min vor Werners Geburtstag sind nahezu alle, bis auf eine kleine Gruppe vor der Anytime Bar, schon im Bett.
Wir waren gerade mal 10 min in der Kabine ... Bugkamera an und ich denke, jetzt geht's los. Ein Streifen auf dem TV. Balkontür auf ... 23.33 Uhr Polarlichter!

Kurz danach kam die Durchsage: Polarlichter!

Eigentlich hätte man ein Foto auf dem Gang schießen sollen. Alle sind raus geschossen im Schlafanzug und Bademantel. Eine 5 min Show. Wir wären mal lieber auf der Kabine geblieben, den dort war die Sicht sehr gut. Oben war es  begrenzt. Das ganze Schiff war in heller Aufregung. Unser Sechser Spähtrupp am Heck der Anytime Bar war vollkommen aus dem Häuschen. Ihre ersten Polarlichter, und sie hatten den perfekten Platz, fast als einzigste. Mit einem Corona stoßen wir dann noch auf Werners Geburtstag an. Wieder ein perfekter Tagesausklang und Auftrag erfüllt.

Bodo
Tolle Anfahrt auf Bodo. Links und rechts schneebedeckte Berge. Blauester Himmel, der Wahnsinn, Sonnenaufgang um 6.30 Uhr.

Um 9.30 Uhr Treffpunkt für einen Spaziergang durch Bodo. 10 Fußminuten vom Zentrum entfernt. Ich hatte bereits eine Erkundungsrunde gedreht. Wir laufen zunächst rechts oben am Wasser entlang Richtung Leuchtturm. Die AIDAsol spiegelt sich perfekt in der Morgensonne. Wir machen großartige Aufnahmen vom Schiff mit seinem Spiegelbild und frontal.

Vorbei an einigen Fischkuttern führt unser Spaziergang zum rot-grünen Leuchtturm, den wir bei der Einfahrt schon bewundert haben. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall. Auf dem Weg an der Pier entlang zum Leuchtturm stehen mit vielen Löchern durchbohrte Felsen, wir nennen sie "steinerne Weinkühler”. Sehr fotogen! Wir wechseln die Richtung, stadteinwärts machen wir einen Boxenstopp am Museum gegenüber der Domkirche. Der Dom schließt um 12.00 Uhr. Er ist wohl sehr beeindruckend von innen. Wir suchen uns einen Aussichtspunkt Richtung schneebedeckte Berge gen Saltfjord.

Bodo ist die Stadt der Seeadler, deshalb befindet sich auch ein Denkmal für Seeadler in der Fußgängerzone, die überschaubar ist. Ein wunderschönes Nordlichtgemälde verziert eine Hausfassade, 200 m vom Denkmal entfernt auf Schiffshöhe. Es gibt noch eine Art Stadtgalerie, das war es hier dann aber.

Berühmt ist Bodo für den Saltstraumen. Hier ca. 30 km im Osten der Stadt fließt der wohl weltweit stärkste Gezeitenstrom. Je nach Ebbe und Flut sieht man tolle Strudel an der 150 m breiten und 31 m Tiefe Meerenge. Auch von der Ribbootfahrt hier sind alle sehr angetan. Ein toller Tag!

Um 18.00 Uhr verlassen wir bei einem Wolken-Sonne-Wechselspiel Bodo. Wir erfreuen uns noch am absolut leckeren Essen im Markt Restaurant. Werner bekommt noch eine Showeinlage von Mister Schnapsi-Taxi, dann dancen wir noch zur 90er Jahre Party ab.

 

Donnerstag, 17.03.
12.00 Tromso

Nach einem stürmischen Abend mit etwas Seegang fahren wir eine sehenswerte Innenpassage Richtung Tromso. Das Wetter ist trocken, aber leicht wolkig. 2 Wale schwimmen direkt an unsere Balkonkabine vorbei. Auch Schweinswale sehen wir noch. Von den Panoramafenstern lässt sich das Geschehen auch beim Frühstück super beobachten. Der Liegeplatz von AIDAsol befindet sich 3 km vom Stadtzentrum entfernt. Von weitem sehen wir die Eismeerkathedrale.

Es gibt 3 Möglichkeiten individuell in die Stadt zu kommen ...

Shuttlebus von AIDA für 10,00 Euro am Tag. Haltestelle am Radisson Blu Hotel.

Mit dem Hafenbus zum Hafengelände raus, der hält an der Linienbushaltestelle. Bus Nr. 42 fährt ins Zentrum. Das Tagesticket für 24 h kostet 100 Kronen cash.

Oder natürlich mit dem Taxi.

Wir nehmen Linie 42 und steigen unterhalb der Brücke aus. Ca. 15 min braucht man über die Bruvegen rüber zur Eismeerkathedrale. Die ist im Winter von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, wenn ich mich recht erinnere. Das dreieckige Glasmosaik ist am beeindruckendsten, wenn die Sonne von hinten durchscheint. Eintritt: 55 Kronen.

Von hier aus sind es weitere 20 min zu Fuß zur Seilbahn auf den Storsteinen hinauf. Für 26,00 Euro erhält man einen super Panoramablick auf Tromso und meist liegt zu dieser Jahreszeit oben viel Schnee.

Bus Nr. 26 hält gegenüber der Nr. 42 und fährt hinüber zur Kathedrale und Seilbahn.

In Tromso wurde unser Lieblingskapitän Morten Hansen, von Phoenix, getauft, seine Heimatstadt.

Hier lohnt auf jeden Fall ein Bummel. Die Domkirche prägt das Stadtzentrum. Außenrum befinden sich nette Läden, die zum Bummeln einladen. Auch kann man sich mit Eisbären, Rentieren und Bären, ausgestopft versteht sich, ablichten. Wer die nötige Winterausrüstung vergessen hat wird hier auch sicher fündig.

Von der Domkirche geht es Richtung Wasser, an einem Touristenshop vorbei, zu einem bunten Glashaus, nebendran, gegenüber des Clarion Hotel "The Edge" (Boxenstopp) befindet sich die Touristeninformation, 2 Autovermieter der Zustieg der Hurtigruten. Weiter, hier Richtung Polaria, sollte man ins Wasser schauen. Also wir hätten alles erwartet, aber keine bunten Korallen oder Seesterne. Auch Otter konnten beobachtet werden im glasklaren Wasser.

Bei schlechtem Wetter lohnt ein Besuch des sehenswerten "Polarmuseums". Hier erfährt man alles zu Polarexpeditionen und Wissenswertes zu bekannten Polarforschern.

Wir liegen hier über Nacht.

Am Abend starten einige Exkursionen zur Polarlichtbeobachtung. Einige von uns fahren ins Sami Camp und erfahren dort mehr über das Leben der Sami! Auch die Huskyschlittentouren finden großes Lob. Alles in allem ein gelungener Stopp in der Hauptstadt der Polarlichter, leider heute ohne Nordlichter für uns. Aber wir bleiben optimistisch. Einmal hatten wir ja schon das Vergnügen. Übrigens ... die Kanaldeckel in Tromso zieren 1 Rentier.

 

Freitag, 18.03.
Bis 13 Uhr in Tromso

Am Vormittag entern wir noch einmal die Stadt, und ich finde einen "Geheimtipp"... in einer Seitengasse, an die Domkirche grenzend, finden wir einen Lego Store. Eine wahre Fundgrube für Lego Fans! Ich glaube hier gibt es alle Bausätze!

Vor dem Auslaufen informiert uns Kapitän Mey über eine Routenänderung. Wir können wetterbedingt nicht zum Nordkap hochfahren, sondern fahren direkt nach Alta und werden dort eine Nacht länger verweilen, auch nicht verkehrt. Die Ausflüge zum Nordkap können stattfinden, allerdings 4 h Panoramafahrt einfach und etwas mehr zu berappen.

Wir organisieren ein kleines Come Together unserer Gruppe im Brauhaus und besprechen die neue Sachlage. Außerdem haben wir Whale Watching am Heck mit Blauwalen!

Den Nachmittag lassen wir mit einer Schafkopfrunde ausklingen und schaukeln bei Vollmond sanft weiter Richtung Alta. Et voilá, wir werden belohnt ... die Hartnäckigen mit Polarlichtern. Es sah den ganzen Nachmittag nicht danach aus. Von den Außentemperaturen ging es eigentlich wenn man warm eingepackt war. Außerdem immer mal rein in die Anytime und wieder raus. Die Lichter erscheinen gegen 23.30 Uhr plus/minus.

 

Samstag, 19.03.
Alta statt Nordkap

Für die Nordkapfahrer stehen Busse bereit. Der Plan: 4 h hin, 2 h Aufenthalt, 8.00 bis 18.00 Uhr Ausflug. Leider kommt dann um 9.00 Uhr die Nachricht ... Nordkap ist dicht, Ausflüge nicht möglich.

Wir beschließen ... auf nach Alta! Heute ist das Ende des längsten Hundeschlittenrennens in Europa! Die Schlange am Shuttlebus ist uns zu lang deswegen beschließen wir, wer will, zu Fuß den Hügel rauf und dann Richtung Stadt, sind so ca. 3 km.

Es ist sehr sonnig und verhältnismäßig warm. Viel Matsch auf der Straße, aber in den schatten Ecken vereist. Spikes für die Schuhe werden hier Klasse. Bis ins Zentrum brauchen wir gemütliche 45 min. Unser Shuttlebustrupp ist schon da und hat den Einlauf eine Hundeschlittengespanns gefilmt. Es sind einige Leute unterwegs, denn heute Abend ist die Siegerehrung.

Wir dürfen gratis in die Polarlichtkathedrale, sie ist schon das Highlight von Alta. Im Keller wird ein 10-minütiger Film gezeigt, eine Toilette gibt's auch in der Kirche, und Kaffee und Kuchen. Außer einem großen Einkaufszentrum und einer Touristeninformation am Busbahnhof mit Souvenirshop und Ausflugsverkauf ist nicht viel geboten.

Wir haben ein Taxi für 16 Personen bestellt und beschließen spontan zum Eishotel zu fahren. Eine halbe Stunde Fahrzeit von der Kathedrale aus bringt uns zum Eishotel. Auf dem Außengelände grasen Rentiere. Das Hotel ist inzwischen erweitert und kann nun Sommer wie Winter Unterkunft anbieten. Die Zimmer können von 11.00 bis 19.00 Uhr besichtigt werden. Wir zahlen 22,00 Euro Eintritt und dürfen in die Eishalle mit Bar und die Zimmer anschauen. Auf der einen Seite sind normale Zimmer, auf der anderen Seite jeweils besondere Suiten. Man könnte hier auch heiraten und dann gleich in seine Honeymoon Suite gehen. Die Themen in den Zimmern sind jedes Jahr anders, da der Eisteil jedes Jahr neu errichtet wird. Dieses Jahr empfangen uns Eisbären und ein Walrosse aus Eis, da es um die Arktis geht.

Die heutige Nacht ist etwas bedeckt, nur ganz wenige Polarlichtanzeichen sind zu entdecken. Ich habe für abends die Sauna gebucht, von hier sieht man außen mal einen kurzen Moment ein Licht. Rausschauen kann man nicht abends aus der Sauna.

 

Sonntag, 20.03.
Alta

Werner hat einen Mietwagen vorbestellt, der ganz bequem am Flughafen gegenüber abgeholt werden kann. Er nimmt mich mit in die Stadt. Sonntags ist in Alta total tote Hose. Alle Gäste sind auf Ausflügen. Die Hundeschlittenfahrten werden sehr gelobt, und auch das Sami Camp mit der Rentierschlittenfahrt passt gut.

Ich suche heute einen alternativen Weg zu Fuß runter zum Schiff. Stadtauswärts gehe ich nicht wieder am Rathaus die Straße entlang zum Schiff, sondern ich nehme die Asveien und weiter die Aslia Richtung Sprungschanze Altabakken. Durch den Wald führt ein, wir würden sagen "ein Flurbereinigungsweg mit Loipe" immer Richtung Elvebakken Kirke. Ab und zu kommt tatsächlich ein Langläufer vorbei. Der Tiefschnee neben dem Weg ist bestimmt 50 bis 80 cm hoch. Durch die Bäume sieht man immer mal die AIDA in der Sonne glänzen. Die Aussicht von der Sprungschanze, es gibt eine alte und eine neue, ist beeindruckend. 50 m wird der Weg etwas steiler nach unten und führt am Friedhof vorbei zur Elvebakken Kirke. Wer am Friedhof einen Rechtsschwenk macht bekommt noch eine tolle Aussicht auf den Alta River mit einer tollen Stahlbrücke. Man könnte jetzt der vielbefahrenen E6 am Flughafen vorbei zum Schiff folgen, aber das ist nicht so spannend an der Straße entlang. Oben entlang die Altagardsveien und Oveveien ist es schöner durch die schneebedeckten Häuser.

Abends gibt es wieder lecker essen und dies wird wohl die Nacht der Nächte ... klarer Himmel, heute zählt's. Wir nehmen Position ein in der Anytime Bar und schauen immer mal ... wie aus dem Nichts geht es um 23.00 Uhr los. Am Pooldeck spielt klassiche Musik und diesmal tanzt der Himmel. Der Kapitän sagt wieder nichts durch, aber ich klingele jeden unserer Gruppe aus der Kabine raus. Deswegen sind wir ja da! Natürlich versumpfen wir wieder glücklich in der Anytime ...

 

Montag, 21.03.
Bis 15.00 Uhr Alta

Heute wirkt es bedeckt, wird aber dennoch sonnig. Alle sind unterwegs auf Ausflug, also starte ich eine 2. Wanderung. Erst einmal die E6 hoch Richtung Alta, aber die Straße ist wieder sehr laut. Dann nehmen ich erst die Ovreveien ... das ist eigentlich wieder zurück, aber ich bekomme tolle AIDA Bilder von oben, und dann nehme ich wieder die Kehre nach oben die Storbakken entlang, kurzes Stück Straße. Am Rathaus wieder links halten und diesmal über den Sandfallveien zur Schanze. Ein super Weg! Ich brauchen ca. gemütliche 3 h für den Rundkurs. Es sind ca. 11 km!

Abends lassen wir uns das Sushi richtig lecker munden. Wir begrüßen noch die Amera von phoenix und laufen bei Starkwind aus Richtung Trondheim. Heute keine Lichter, zu viel Wind.

 

Dienstag, 22.03.
Seetag

Ein schauckeliger Seetag Richtung Trondheim. Heute chillen, Karten spielen, schlafen, essen, saunieren.

Wir treffen uns in der Disco und feiern mit den Liedern aus den 80er und 90er Jahren in meinen Geburtstag rein. Der Himmel ist bewölkt, also keine Polarlichter. Aber wir haben Spaß in der Disco und die Crew baut ein UFO auf für alle. Eine Anreihung von Cocktailgläsern, darauf ein Schnapsglas, dann wird ein Schnapsglas angestoßen und sie fallen in die großen Gläser hinein, nebst Inhalt.

 

Mittwoch, 23.03.
50. Geburtstag
Trondheim

Wegen dem starken Gegenwind erreichen wir Trondheim mit 1,5 hVerspätung. Die Sonne scheint wieder und wir werden mit einer tollen Einfahrt in den Fjord hinein belohnt . Schneebedeckte Häuser säumen das Ufer. Mit meiner neuen Filzsaunamütze genieße ich die Aussicht am Vormittag aus dem Whirlpool von Deck 12.

Nach einem leckeren Latte Macchiato aus dem East Restaurant treffen wir uns um 12.30 Uhr und schlendern stadteinwärts. Wir überqueren die Bahngleise und spazieren zum gigantischen Nidarosdom. Der Eintritt liegt bei 10 Kronen, der dom ist bis 14.00 Uhr geöffnet. Die, die drin waren, sind begeistert.

Den schönsten Blick auf die Stadt hat man von der Kristiansten Festning. Aus Zeitgründen sparen wir uns den Weg nach oben. Ein Muss ist es die Gamle Bybro Brücke zu überqueren. Im Bakklandetviertel schlendern wir am Fluss entlang durch die alten Häuserreihen. Über die Bakke Bru geht es zurück in die Innenstadt zum Stadtbummel.

In Norwegen, besonders hier in Trondheim, ist Winterschlussverkauf. Es wird mit leichten daunengefüllten Jacken für 39,00 Euro geworben. Tolle Outdoorjacken und -hosen gibt es ebenso. Da kommen die Shoppingfreunde auf ihre Kosten.

Sehenswert ist auch gegenüber vom Schiff das Hallenbad, und das Rockheim Museum. Jeder Dritte schleift Einkaufstüten aufs Schiff, naja, haben die Händler wenigstens etwas verdient.

Um 17.00 Uhr haben wir einen Empfang an der Anytime Bar. Alle 38 mitreisenden Gäste sind da. Die Crew hat für uns Sekt und eine leckere Schwarzwälderkirschtorte zum Geburtstag vorbereitet. Kevin vom Showensemble singt 3 besinnliche Lieder für uns, für ich. Und "what a night" rundet den Empfang ab. Wir schießen draußen noch ein Erinnerunggruppenfoto und gehen gemeinsam zum Abendessen ins Markt Restaurant. Heute beim Essen ist  Australien das Thema. Unser Schnapsi Taxi übertrifft sich heute selbst ... Als Engel verkleidet preist er seinen Schnaps an.  10 vom Servicebereich singen zuerst ihrem Chef ein Geburtstagslied, dann bekomme ich auch ein unvergessliches Happy Birthday dargeboten ... alle trommeln und singen und sind happy. Um allen aufkeimenden Schnupfen-, Husten- etc. geschichten vorzubeugen trinken wir "Apotheke",  ein 0,1 l Kräuterlikörfläschchen für 5,60 Euro. Gut für den Magen!

Das Showensemble bietet heute 2 Showzeiten mit Musicals an. Ganz toll gesungen.

Wir lassen den Geburtstag in der AIDA Bar beim Alpenblühen ausklingen. Nach 2 Jahren Wartezeit ein gelungener 50. Geburtstag! Zu Cordula grün und Mama Lauda tanzen wir kräftig mit und haben viel Spaß an Bord.

 

Donnerstag, 24.03.
Alesund

Unser gebuchter Ausflug mit der Seilbahn wurde abgesagt wegen schlechtem Wetter. Es nieselt leicht und wir chartern das Minibähnchen. Für 22,00 Euro pro Person kann man sich auf den Berg Aksla hinauffahren lassen. Eine 20-minütige Fahrt führt uns durch schöne Häuserzeilen und Wald auf den Aksla, der Hausberg von Alesund. Die Aussicht ist grandios auf das Jugendstilstädtchen.

Natürlich ist es auch gut möglich den Berg vom Stadtpark aus zu erklimmen. 412 Stufen führen hinauf auf den Berg. Der Spaziergang lohnt auf jeden Fall.

Wir schlendern noch etwas durch die Gässchen.

Einen Besuch lohnt auch die alte Apotheke, die inzwischen ein Museum ist. Auch hier herrscht Schlussverkaufsstimmung. Mit uns zusammen liegt die Hanseatic Spirit im Hafen.

Um 15.00 Uhr verlassen wir Alesund. Die Ausfahrt ist wieder ganz nett. Heute gönnen wir uns lecker Steak im Buffalo..

 

Freitag, 25.03.
Seetag

Sonnenschein erfreut uns heute letzten Seetag der Reise. Das Meer ist flach und ruhig! Einem pünktlichen Anlauf in Hamburg steht somit nichts im Weg.

Wir Saunieren heute wieder, chillen im Whirlpool, sitzen in der Sonne.

Die Crew hat sich ein tolles Street-Food-Festival auf dem Pooldeck ausgedacht. Wir werden verwöhnt nach Strich und Faden.

Außerdem springen die Gäste am Pooldeck über den Polarkreis und erhalten eine Urkunde vom Kapitän. Ein Riesenspaß!

Zum Abendessen gibt es Ente und Blaukraut und natürlich Kaiserschmarn. Unser Mister Schnapsi Taxi wird zum Mitarbeiter der Reise gewählt. Er strahlt vor Glück.

Eine Queen Show rundet den Abend ab. Zu den Klängen von Freddy Mercury rocken wir das Theater. Gegen 00.30 Uhr passiert uns die AIDAprima.

 

Samstag, 26.03.
Hamburg

Wieder ein magischer Moment ... Beim Einlaufen ist die AIDAcosma vor uns. Während wir in Altona festmachen, biegt die Cosma bei schönstem Sonnenaufgang ab nach Steinwerder. Was für ein toller Abschluss!

Die Abreise erfolgt gechillt. Ich verlasse um 8.45 Uhr das Schiff und könnte theoretisch sofort zum Bahnhof. Aber wir warten auf Tilo, er hat unser Auto. Wir laden unsere Schätze ein. Werner fährt PKW, ich Zug. Ganz entspanntes Bahnfahren ab Altona. Bus Nummer 111 fährt Richtung Altona. Man kann nur empfehlen in Altona einzusteigen, ist viel entspannter da Sackbahnhof. Die Sonne scheint, Deutschland empfängt uns mit blauem Himmel und Sonnenschein.
Wir haben einen Gruppensparpreisticket gebucht und zockeln für 8,90 Euro Richtung Heimat.
Die Abfahrt in Altona um 11.44 Uhr ist ideal.

Nach 5 entspannten Stunden im Zug sind wir pünktlich bei Sonne und blauem Himmel in Schweinfurt. So schnell gehen 14 Tage zu Ende. Aber wir sind alle happy und werden in den nächsten Wochen von den unvergesslichen Momenten zehren.

Winter im hohen Norden, für mich eine tolle Reise, ich bevorzuge die kälteren Regionen. Der Mensch kann die Polarlichter zumeist nicht grün sehen, das schaffen nur die Kameras oder mittlerweile auch die Handys, aber dennoch ist es ein großartiges Erlebnis. Der Himmel tanzt, eine gute Alternative zur Midsommerzeit im Winter Norwegen zu bereisen.

Nordlichter oder Mittsommer ... immer eine faszinierende Reise!!!